Gotteshaus weicht einem Geschäftshaus
Stader Heilig-Geist-Gemeinde schließt St. Lukas-Kirche in Fredenbeck
Fredenbeck .
Der Abschied war ganz still und unspektakulär. Am letzten Sonnabend des gerade vergangenen Jahres besuchten ein paar Dutzend Katholiken zum letzten Mal die Vorabendmesse in der kleinen St. Lukas-Kirche in Fredenbeck. Bis Ende März soll sie abgerissen werden.
„Das war schon eine eigenartige Stimmung beim letzten Gottesdienst“, gesteht Wolfgang Voges, Pfarrer der katholischen Heilig-Geist-Gemeinde in Stade, ein. St. Lukas ist die zweite Kirche im Bistum Hildesheim, die aus Finanznöten geschlossen wurde. „Und es werden noch mehr folgen“, sagt Voges voraus.
Rund 1000 Gemeindemitglieder zählt die Statistik auch heute noch in Fredenbeck. Doch zu den Vorabendmessen am Sonnabend kamen gerade mal 30 Kirchgänger, davon nur ein kleiner Teil aus Fredenbeck selbst. Und so habe es gegen die Entscheidung, die Kirche zu verkaufen, keinen Widerspruch gegeben, so der Pfarrer.
„Die meisten Fredenbecker fahren ohnehin zum Gottesdienst nach Stade“, sagt Voges. Mehr als zwei Jahre habe er das beobachtet, denn der anstehende Verkauf der Kirche war für ihn kein leichter Schritt. Der Veräußerung von St. Lukas war Bedingung des Bistums Hildesheim für die geplante Erweiterung des Stader Pfarrhauses.
Wer die Kirche erworben hat und was nun voraussichtlich auf dem Grundstück in Fredenbeck entsteht, lesen Sie am Donnerstag (8. Januar 2004) im TAGEBLATT. (sh)
08.01.2004
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